Aktuelles

22 Jan, 2013

Ein italienischer Tierarzt klagt an…

Gehen Sie 5 Minuten lang in einen Zwinger, dann werden Sie verstehen!

Vor einem Jahr publizierte ein italienischer Tierarzt, Dr.Angelo Troi, einen bemerkenswerten Artikel in „Affariitaliani vom (10.1.2011)“, der LEIDER ABSOLUT NICHTS von seiner Aktualität eingebüßt hat. Die von ihm beschriebenen Hintergründe sind noch genauso aktuell wie im Jahr 2011, ja man muss sagen, dass sich die Situation sogar weiter verschlimmert und das Buiseness mit den Streunern in den Canili immer mehr eskaliert.
Hier der Artikel von Dr.Troi in freier Übersetzung :
Die Tierheim-Mafia und das Geschäft mit den Streunern – Eine Anklage
Die Kosten für das Gesundheitswesen sind einer der kritischsten Punkte des italienischen Haushaltsplans, so weit nicht neues. Tatsächlich garantiert Italien eine Pflegestufe, welche in vielen anderen Industrienationen nicht gewährt wird. Nicht allen Bürgern ist jedoch bewusst, dass auch ein anderer Teil des Gesundheitswesen finanziert werden muss, nämlich der für Tiere. Dieser war ursprünglich darauf ausgerichtet, die Übertragung von Krankheiten vom Tier auf den Menschen zu verhindern und auch, um eine sichere Herkunft tierischer Lebensmittel zu gewährleisten. Aber in unserem Land entsteht eine neue Art der Tiermedizin, die der Streuner, welche den Unterhalt von Tierheimen, Tiertransporte, Krankenhäuser und sogar eine Krankenkasse vorsieht.
Das alles in Unwissenheit der Kosten, welche die Staatskassen belasten. Leider wurde das Gesundheitssystem dazu verbannt, nur reines Beiwerk/Zubehör zu sein. In dem Sinne, dass die Verbreitung von Infektionskrankheiten im ganzen Land nicht als Hauptproblem angesehen wird. Mit einer Ethik fragwürdiger Aspekte.
Gibt es eine Ethik der Folter? Des Tierheimwärters? Der zugefügten Leiden?
Das System der Streuner zu überdenken, bedeutet, sich einer schwierigen Aufgabe gegen Heuchlerei und Klischees zu stellen und sich mit unserer Disney Kultur auseinanderzusetzen.
Es bedeutet, Ethik zu praktizieren und unbequeme Fragen zu stellen.
Dass es ein System der Streuner gibt, ist sicher.
Paradoxerweise gibt es sogar ein Streunerreferat in der Gemeinde Lecce.
Der italienische Staat gibt zig Millionen Euro nur für die Instandhaltung aus, es gibt Tausende von Vereinen, Genossenschaften, Bewegungen, viele mit starken politischen Kontakten und großem Medienecho, die beweisen, dass es ein echtes System um die Streuner gibt. Bis hier nichts besonderes.
Immerhin gibt es andere Systeme in den verschiedensten Abstufungen von legitim bis korrupt in allen Aspekten des mühsamen italienischen Lebens. Wir beschweren uns schon lange nicht mehr über die üblichen uneingelösten Versprechen der Politiker und noch nicht mal über die verschwendeten Steuergelder.
Das Problem ist das unendliche und unbeschreibliche Leiden, welches den Tieren durch die Gefangenschaft in diesem politischen System zugefügt wird.
Um das System der Hundezwinger zu überdenken, braucht es vor allem klare Selbstkritik. Vielleicht ist der Zeitpunkt gekommen.
Die Hunde in den Zwingern leiden. Das beweisen uns auch Untersuchungen, einige ehrlich, andere nur, um Aufmerksamkeit zu erregen, anstatt etwas verbessern zu wollen. Das beweisen uns auch Tierärzte, aber auch eine einfache direkte Beurteilung der Dinge.
Man könnte das Leiden akzeptieren, wenn dadurch zukünftig Verbesserungen geschaffen würden. Dies ist aber nicht der Fall. Die Hunde sind Gefangene. Die Hunde sind die Opfer eines Systems, dessen einziges Interesse darin besteht, sie weiterhin gefangen zu halten, Macht und Geld zu erhalten und letzteres ohne Rücksicht weiterverteilen zu können.
Um dieses Leiden zu sehen, muss man nicht in die leider so verbreiteten “Lager-Zwinger/KZ-Tierheime” gehen. Auch in den reicheren Tierheimen leiden die Hunde, denn in diesem System dreht es sich nicht um sie oder um ihr Wohlergehen, sondern nur um die Tierheimbesitzer, welche noch das letzte Bisschen Gewinn rausholen und sich als fromme Seelen ausgeben, um die Realität zu vertuschen.
Die Hunde leiden, denn über die üblichen hygienischen und strukturellen Mängel hinaus, wird ihnen das Recht auf ein artgerechtes Leben verwehrt, im Namen eines abstrakten Rechts auf eine “Existenz”.
Niemand hat ein Interesse daran, diese Hunde zu vermitteln oder ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen.
Auch unmöglich wäre die theoretische Überlegung, sie alle zu befreien. So werden die Besitzer der Hundezwinger von einer strafrechtlichen Haftung befreit.
Die Verantwortung wird so mit 1000 Tricks an alle und niemand weitergereicht und auf die lokale Verwaltung abgewälzt.
Und Hunderudel werden im besten Falle als Bettler und Aasfresser, im schlimmsten Falle als gnadenlose Killer angesehen.
Wenn diese Tiere die Möglichkeit hätten, ihre Situation zu erklären, wenn jemand eine Untersuchung machen würde, wenn eine unabhängige, mächtige Kommission Kosten und Nutzen der italienischen Streunerpolitik der letzten 20 Jahre bewerten würde, würde man all das Leiden, all die Verschwendung und Lügen zum Vorschein bringen, in welcher diese dunkle Ecke der italienischen Gesellschaft versinkt.
Das System der Tierheime überdenken bedeutet, dass man tugendhafte Mechanismen entwerfen müsste, welche das System der Streuner grundlegend verhindern. Es braucht nicht viel, die Erfahrungen anderer Nationen könnten uns nützen. Zum Beispiel eine Datenbank, in welcher der Besitzer seinen Hund wirklich eintragen muss und in der die Daten reell sind und nicht voller Lücken und mysteriös.
Wir müssen uns sogar die Frage stellen, ob das Tier weiterhin in einem Käfig leiden soll oder die letzte Alternative, die Euthanasie, akzeptiert werden sollte, mitfühlend, mutig, als ein Akt der Zuneigung und des Respekts für Tiere, die das Recht haben, nicht als Instrument finsterer Interessen zu dienen.
„Zoomafia“ bedeutet eben nicht nur Hundekämpfe und Welpenhandel, aber auf diese stützen sich all jene, die immer wieder diese Schreckgespenster aufwerfen, um die Augen von der Wahrheit abzulenken.
Gehen sie in ein Tierheim, aber nicht, um einen Hund auszuführen. Machen sie es etwas besser. Gehen sie in einen der Hundekäfige hinein und bleiben Sie dann 5 Minuten lang drin. Wenn Sie wieder rauskommen, werden sie bereit sein, wirklich über die Streuner zu diskutieren.“

Hier der Orginaltext:
La mafia dei canili e il business del randagismo. La denuncia
Lunedì, 10 gennaio 2011 – 08:30:00
I costi della sanità sono uno dei punti critici di bilancio per il nostro Paese, fin qui nulla di nuovo. L’Italia garantisce infatti un livello di assistenza che non è affatto scontato nei paesi industrializzati, pur con picchi di eccellenza e gravi cadute di tono. Non tutti i cittadini sono al corrente di finanziare in questo capitolo anche la sanità animale, intesa in origine come un complesso di interventi pubblici di grandissima rilevanza, volti a garantire che gli animali non trasmettano malattie all’uomo e che gli alimenti di origine animale siano salubri.
Ma nel nostro Paese si sta costruendo un’altra veterinaria, quella del randagismo, che prevede canili e spostamenti di animali e vorrebbe anche ospedali e persino una mutua: il tutto nell’inconsapevolezza generale di costi che gravano sulle casse pubbliche. Purtroppo l’idea della salute pubblica è relegata a mero accessorio, nel senso che la diffusione di malattie infettive (ad esempio la leishmaniosi, pericolosa per l’uomo) in tutto il Paese attraverso questi animali, non è certo il problema prioritario. Con un’etica dai risvolti discutibili.
Esiste un’etica della tortura? Del carceriere? Delle sofferenze inflitte? Ripensare il sistema del randagismo vuol dire praticare un difficile esercizio anche contro l’ipocrisia e i luoghi comuni, vuol dire scontrarsi contro la disneyzzazione della nostra cultura, cercando di praticare l’Etica affrontando interrogativi scomodi.
Che esista un sistema DEL randagismo è cosa sicura: arriviamo al paradosso dell’esistenza di un Assessorato al Randagismo (Comune di Lecce). Ma non solo questo ce lo dimostra. Ci sono anche le decine di milioni di euro spesi dallo Stato italiano – solo per il mantenimento-, ci sono migliaia di associazioni, cooperative, movimenti, spesso con un fortissimo contatto politico, sempre con una grande risonanza mediatica, a dimostrare che esiste un vero e proprio Sistema del randagismo.
Fino a qui, sarebbe ancora il meno. In fondo esistono sistemi nella gradazione dal legittimo al corrotto per molti altri aspetti della travagliata vita italiana. Non ci muoveremmo più di tanto contro l’ormai consueta demagogia spesa per la ricerca nemmeno della poltrona, a volte un semplice sgabello comunale, nemmeno per i soldi spesi male. Il problema è che ci sono sofferenze inaudite, indicibili, inflitte con colpevole noncuranza a migliaia di animali prigionieri di questo Sistema.
Ripensare il sistema dei canili vuol dire riflettere con serena e spietata autocritica sui risultati pratici creati da una legislazione demagogica nazionale unita ai piccoli poteri e alle grandi negligenze locali. Forse è arrivato il momento. I cani nei canili soffrono. Ce lo dicono molte inchieste a volte sincere, a volte interessate più all’audience che al miglioramento reale delle cose, ce lo dicono i veterinari, ce lo conferma una semplice valutazione diretta delle cose. Ma anche qui, si potrebbero accettare sofferenze finalizzate alla realizzazione di un benessere futuro dei cani, cosa che invece non avviene. I cani sono imprigionati nei canili, vittima di un Sistema che ha tutto l’interesse a mantenerli in prigionia per poter prosperare, per mantenere un potere, per ricevere denaro da distribuire senza doverne rendere conto.
Non occorre arrivare alle situazioni dei canili lager, purtroppo così diffuse, per vedere queste sofferenze. Anche nei canili milionari, tirati su a suon di cemento e consulenze, i cani soffrono comunque, perché il Sistema non è incentrato su di loro, ma sui carcerieri che ne traggono ancora l’ultimo guadagno, quello di presentarsi come anime pie nascondendo la realtà delle cose. I cani soffrono perché, oltre alle situazioni di carenze igieniche e strutturali assolutamente comuni, vengono privati del diritto ad un’esistenza concretamente corretta, in nome di un astratto diritto ad un'“esistenza“. Nessuno ha interesse a favorirne le adozioni, tanto meno un’esistenza almeno serena. Ancora peggiore è la teoria del „liberiamoli tutti“, togliendo ai proprietari quella responsabilità penale personale, tanto invocata e declamata, quanto platealmente aggirata dal cane di quartiere, dalle colonie, dai mille artifici per dare questa responsabilità a tutti e quindi a nessuno, persino spacciando il fenomeno per „profonde radici della tradizione“ e scaricandolo sugli amministratori locali. Animali in branco nella migliore delle ipotesi accattoni o spazzini, nella peggiore spietati, quanto improvvisati assassini.
Se solo questi animali avessero la possibilità di una vera rappresentazione, se solo qualcuno facesse (qualche volta è successo) una vera inchiesta sulle loro condizioni di vita da prigionieri del Sistema, se solo una commissione indipendente e dotata di poteri valutasse serenamente il rapporto costi-benefici dell’approccio italiano al randagismo dell’ultimo ventennio, non ci andrebbe molto per scoprire il velo sulle sofferenze, gli sprechi, le bugie che sommergono questo angolo buio della società italiana.
Ripensare il sistema dei canili vuol dire progettare meccanismi virtuosi che evitino alla base il sistema randagismo. Non occorrerebbe molto, le esperienze di altre nazioni potrebbero esserci utili. Ad esempio, immaginare un modello in cui il proprietario veramente identifichi il proprio animale e che le banche dati siano reali e non oggetti misteriosi ed applicati a macchia di leopardo, senza comunicazione tra loro.
Dobbiamo arrivare anche all’estrema domanda, se sia meglio continuare a soffrire in una gabbia o accettare l’eutanasia come estremo, pietoso, coraggioso, ultimo atto di affetto e rispetto verso animali che hanno diritto a non essere strumenti di biechi interessi, come pacificamente accettato nella quasi totalità degli Stati.
Le Zoomafie non sono solo quelle dei combattimenti clandestini o del traffico di animali, ma le appoggiano anche quelli che agitano frequentemente questi spauracchi per distogliere gli sguardi dalla vera realtà. Andate in un canile, e non chiedete di fare uscire il cane per una passeggiata. Fate di meglio: chiedete di entrare nella loro gabbia, restateci cinque minuti di orologio e quando uscirete allora sarete pronti per discutere veramente di randagismo.
Dr. Angelo Troi, Veterinario