Politischer Tierschutz
Oft wird vorschnell die Behauptung aufgestellt, dass der politische Tierschutz zu langatmig sei, das Unterschreiben von Petitionen und die Teilnahme an Demonstrationen und Protesten nicht zielführend sind. Nicht selten heißt es, dass das einzelne Tier dabei vergessen wird. Und tatsächlich: Es ist nicht unser Ziel, jedes einzelne Tier nach Deutschland zu vermitteln. Dies kann und soll nicht die Hauptausrichtung unseres Engagements sein, denn dadurch können wir in Italien für die Masse der Hunde nichts verändern.
Die politisch ausgerichtete Tierschutzarbeit gestaltet sich insofern völlig anders, denn bei 120 Millionen von Straßentieren in Europa und ca. 1 Million Straßentieren in Italien, kann es längst nicht mehr ausschließlich um Vermittlungen gehen. Es ist eine Frage alternativer Ideen und Konzepte, um die Probleme ganzheitlich fassbar zu machen und zudem all jenen vergessenen und zurückgebliebenen Tieren gerecht zu werden, die längst aus dem Fokus der Vermittlungen geraten sind.
Hier wollen wir mit unserer Initiative ansetzen.
Wir sind der Überzeugung, dass Lösungsstrategien dieser Arbeit auch politischer Natur sind, eine Arbeit, die in Italien unmittelbar vor Ort und unter Beteiligung der einheimischen Behörden und insbesondere der Bevölkerung voran getrieben werden muss. Nur dort können grundsätzliche Verbesserungen wie etwa in Fragen der Haltungsbedingungen, des Tierschutzes oder der generellen Situation der Straßentiere bewirkt werden. Nur dort wird sich eine Antwort auf die entscheidende Frage finden: Kann den Tieren langfristig geholfen werden?
Dazu gehört:
• die Aufklärung der Bevölkerung im In- und Ausland und die Sensibilisierung jedes Einzelnen, dass Tiere fühlende Wesen sind und Schutz benötigen
• die Aufklärung der Bevölkerung und der Regierungen über die Effektivität von Kastrationsprogrammen und einem Haustierregister
• Kampf gegen Canilebetreiber, die mit den Hunden Millionen verdienen.
• die Etablierung des Tierschutzes in der EU und die Forderung nach einem einheitlichen EU-Tierschutzgesetz
• Informations- und Aufklärungspolitik durch Kampagnenarbeit, Zusammenarbeit mit italienischen Tierschutzorganisationen, Demonstrationen und Unterstützung der Tierschützer, die täglich “an der Front” kämpfen
Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und unsere Aktionen.
Der politische Tierschutz hat im Oktober 2011 einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. So wurde die schriftliche Erklärung 0026/2011 zur Handhabung der Straßenhundpopulation in der Europäischen Union von 400 EU-Abgeordneten befürwortet und hiermit eine Basis für weitere wichtige Veränderungen in Europa geschaffen!
Bis zum heutigen Tag ist jedoch NICHTS passiert und die EU sieht die Verantwortung für die Heimtiere, insbesondere Straßentiere, weiterhin in ihren Mitgliedsländern. Für Italien bedeutet dies, dass die Hunde weiterhin dem “Business Canile” hilflos ausgeliefert sind.
Wir kämpfen dafür, dass sich dieser Zustand eines Tages ändern wird!
“So sehr mich das Problem des Elends in der Welt beschäftigt, so verlor ich mich doch nie im Grübeln darüber, sondern hielt mich an dem Gedanken, daß es jedem von uns verliehen sei, etwas von diesem Elend zum Aufhören zu bringen.“
Albert Schweitzer
Ihr Tierschutzprojekt Italien Team











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